Warum es Skazka gibt

Zweimal im Jahr nach Russland ist nicht genug.

Schreibtisch mit aufgeschlagenem Märchenbuch, Tee und Notizen — der Ort, an dem Skazka entsteht

Meine Tochter wächst in München auf. Ihre Babuschka lebt in einer kleinen Stadt, fast 2000 km entfernt. Zwei, vielleicht dreimal im Jahr sehen sie sich persönlich. Dazwischen WhatsApp-Videos, Sprachnachrichten, die halbe Aufmerksamkeit eines Dreijährigen auf einem verpixelten Bildschirm.

An einem Abend, als Oma am Telefon ein Märchen zu Ende erzählen wollte und der Akku leer war, wusste ich: Ihre Stimme muss bleiben. Nicht als Videoanruf, nicht als Sprachnachricht — als Buch. Als etwas, das man in die Hand nimmt, wenn sie nicht da sein kann.

Gebaut haben wir es zu zweit. Meine Frau ist russische Muttersprachlerin und Mitgründerin von Skazka — sie liest und prüft jeden russischen Satz, den wir veröffentlichen, bevor er in ein Buch kommt. Nicht als Formalität, sondern weil sie genau hört, wie eine Babuschka wirklich spricht und wie nicht. Ich bringe die Technik, sie bringt die Sprache und das Gefühl dafür, was für ein Kind zwischen zwei Welten stimmt.

Skazka ist nicht für Russen oder für Deutsche. Skazka ist für Familien, die zwischen zwei Sprachen und zwei Ländern leben — egal ob die Großeltern in Russland, Kasachstan, der Ukraine oder sonst wo sind. Uns geht es um eine Sprache und eine Stimme, die im Leben eines Kindes bleiben soll, nicht um Politik. Dazu haben wir hier nichts zu sagen und werden es auch nie.

Deshalb ist uns auch wichtig, wie wir mit Omas Stimme umgehen: Sie gehört ihr, wird nur für dieses eine Buch verwendet und lässt sich jederzeit löschen. Mehr dazu steht — bewusst nicht in Juristensprache — in unserer Datenschutzerklärung.

— Florian, Gründer von Skazka

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